Welchen Steuersatz muss ich verwenden?

Steuersatz

Je nachdem, womit du dein Geld verdienst, musst du eine Umsatzsteuer von 7% oder 19% auf deine Posten aufschlagen. Es ist durchaus möglich, dass auf einer Rechnung unterschiedliche Leistungen oder Waren auch verschiedene Steuersätze erfordern. Nur wer umsatzsteuerbefreit ist, muss gar keine Umsatzsteuer berechnen, dafür seine Rechnung aber mit einem Hinweis auf die Befreiung von der Umsatzsteuer ergänzen.

7% oder 19% – welcher Steuersatz gilt?

Seit 2006 gilt in Deutschland ein Regelsteuersatz von 19%. Der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7% gilt nur in Sonderfällen.
Aber Vorsicht: Man darf es sich nicht zu einfach machen und im Zweifelsfall einfach grundsätzlich 19% auf seine Nettopreise aufschlagen, weil „das ja schließlich der Regelfall ist“. Das lässt das Finanzamt so nicht gelten – immerhin können vorsteuerabzugsberechtigte Rechungsempfänger gezahlte Umsatzsteuer selbst wieder geltend machen – und das Finanzamt findet es gar nicht lustig, wenn 19% aus einer Umsatzsteuerschuld abgezogen werden, wo nur 7% zulässig wären.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Fälle zu kennen, wann 7% und wann 19% Umsatzsteuer zu veranschlagen sind.

7% Umsatzsteuer – der ermäßigte Steuersatz

Der ermäßigte Steuersatz von 7% soll Endverbraucher in ihrem Alltag entlasten und Menschen verschiedener Einkommensklassen eine Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen. Er gilt deshalb zum Beispiel für Kulturangebote wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, Eintritte in Museen und Theater und auch beim Einkauf von Kunstobjekten. Fahrten im öffentlichen Nahverkehr sind auch mit 7% veranschlagt. Der ermäßigte Steuersatz gilt bei vielen Nahrungsmitteln wie Backwaren und Wasser. Für freischaffende Künstler (auch Journalisten, Fotografen, Schriftsteller) ist wichtig: Wer mit seiner Arbeit ein Werk schafft, das dem Urheberrecht unterliegt, berechnet in der Regel ebenfalls den ermäßigten Steuersatz von 7%.
welchen Steuersatz

Auf Zeitungen und einige andere Produkte wird der ermäßigte Steuersatz von 7% aufgeschlagen.

Nicht immer ist nachvollziehbar, warum ein ermäßigter Steuersatz auf manche Alltagsgegenstände erhoben wird, um eine Entlastung des Konsumenten zu erreichen, auf andere aber nicht – zum Beispiel gelten 7% Umsatzsteuer für Blumen und die meisten lebenden Tiere, aber 19% auf Hygieneartikel wie Toilettenpapier oder Tampons. Warum der Kauf eines Rennpferds mit dem ermäßigten Steuersatz von 7% begünstigt, Toilettenpapier steuerlich aber wie ein Luxusartikel behandelt wird, bleibt für die meisten Personen ein Rätsel.

In Zweifelsfällen gilt: Lieber das Finanzamt oder den Steuerberater fragen, welchen Steuersatz man auf seiner Rechnung ausweisen soll, als den falschen Satz zu verwenden!

Risiko bei der Wahl des falschen Umsatzsteuersatzes

Mal angenommen, dem Finanzamt fällt auf, dass der Rechungsempfänger fälschlicherweise 19% Vorsteuer geltend gemacht hat, obwohl die Leistung (oder Ware) ihn nur zu 7% Vorsteuerabzug berechtigt hätte. Der Rechnungsempfänger (im Regelfall also dein Kunde) muss die Differenz dann aus eigener Tasche nachbezahlen. Falls du unberechtigt 7% Umsatzsteuer aufgeschlagen hast, obwohl der Rechungsposten 19% verlangt hätte, musst du die Umsatzsteuer, die du nicht eingezogen hast, wiederum aus eigener Tasche ans Finanzamt bezahlen.

Die einzige Partei, die nicht auf eine entgangene Einnahme verzichten wird, ist das Finanzamt.

Mit Billomat jedem Posten den Steuersatz zuordnen

Wenn du Artikel bei Billomat hinterlegst, um sie beim Rechnungenschreiben mit wenigen Klicks auf deiner Rechnung aufzuführen, kannst du ihnen direkt den jeweiligen Steuersatz von 7% oder 19% – aber natürlich auch die Steuersätze anderer Länder – zuordnen. Wenn du dann später einen Posten auswählst, wird der Steuersatz automatisch auf der Rechnung übernommen. Falls du Waren oder Dienstleistungen mit unterschiedlichen Steuersätzen auf derselben Rechnung aufführst, trennt Billomat die unterschiedlichen Steuersätze transparent und sauber in der Darstellung.

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